Leinsamengel

Als Curly Girl solltest du auf jeden Fall den Begriff Leinsamengel kennen. Leinsamengel ist mitunter die natürlichste Art, Locken zu definieren und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Erfahre hier, wie du Leinsamengel selber machen kannst und wie du damit deine Haare pflegst.

Die Pflanze Lein (Linum usitatissimum) gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Leinsamen sind vor allem in der Küche bekannt, denn die Schleimstoffe und Öle der Leinsamenschale sind bekannt als wohltuende Darmpflege. Was dem Körper innen gut tut, kann äußerlich auch wahre Wunder wirken.

Wie macht man Leinsamengel?

Du kannst ganz einfach und unkompliziert Leinsamengel selber machen. Hierfür benötigst du nur einen kleinen Kochtopf, ein Sieb, einen Herd und kleine Behälter – ich nutze gerne ausgekochte Marmeladegläser.

Leinsamen
Leinsamen

Rezept Leinsamengel

50 g Leinsamen (ganze!)
300 ml Wasser

optional:
5 Tropfen Arganöl
5 Tropfen Vitamin E Öl
1 TL Honig
1 TL Conditioner
1 TL Haarkur

Leinsamengel – wie lange kochen?

Koche das Wasser mit den Leinsamen auf und lass sie auf mittlerer Stufe rund 4-5 Minuten unter ständigem Rühren kochen. Sobald die Masse Fäden zieht, ist das Gel fertig und du kannst es durch das Sieb abgießen. Wahlweise kannst du vor dem Sieben das Arganöl und/oder den Honig hinzufügen und noch einmal kräftig umrühren.

Koche zunächst einmal das Leinsamengel pur, um zu sehen, ob es zu dir passt. Anschließend kannst du es „verfeinern“.

Anschließend füllst du das Gel in das Glas ab und lässt es abkühlen. Diese Menge reicht für mich eine Woche.

Das DIY Haargel ist eine durchsichtige Masse, die sehr glibberig ist, vergleichbar in etwa mit Wackelpudding.

Wie lange hält Leinsamengel?

Das Leinsamengel hält im Kühlschrank rund 1 Woche. Möchtest du es in größeren Mengen kochen, kannst du das Gel einfrieren. Hierfür eigenen sich Eiswürfelbehälter, so dass du die Menge je nach Bedarf wieder auftauen kannst.

Leinsamen
Blühender Lein

Haarpflege mit Leinsamengel

Du nimmst das DIY Haargel und verreibst es in den Handflächen. Anschließend gleitest du mit den flachen Händen durch deine Haare. Es kann eine Weile dauern, bis du den richtigen Dreh raus hast und kein Gel mehr daneben geht. Du hast genügend Gel verwendet, wenn sich deine Haare richtig glibberig anfühlen.

Anschließend kannst Du die Haare mit einer Haarbürste durchkämmen. Ich selbst mag den Tangle Teaser. Für das Styling ist die Denman Brush die richtige Wahl.

Nachdem du deine Haare gekämmt hast, kannst du sie noch „scrunshen“, d.h. mit den Handinnenflächen von unten die Haare vorsichtig nach oben kneten.

Anschließend heißt es FINGER WEG! Deine Haare müssen jetzt trocknen. Und trocknen bedeutet komplett trocknen! Deine Haare fühlen sich nun sehr hart an. Das ist der so genannte „Cast“ – keine Angst, der Wet Hair Look bleibt nicht so.

Nimm nun ein Baumwollshirt in die Hand und Scrunshe den Cast aus deinen Haaren heraus. Deine Haare sind nun weich und Du kannst zusammenhängende Strähnen vorsichtig voneinander lösen.

Leinsamengel und Urlaub?

Das Leinsamenhaargel ist schnell gemacht. Durch die geringe Haltbarkeit, ist es aber nicht unbedingt für den Urlaub geeignet. Hierfür kann ich dir das Kinky Curly Curling Custard empfehlen.

Es ist nicht nur von der Konsistenz her ähnlich, ich habe auch ähnliche Ergebnisse erzielt.

Weshalb Leinsamengel?

Deshalb ist Leinsamengel perfekt für die Haarpflege geeignet:

  • spendet Feuchtigkeit
  • Anti-Frizz
  • keine Zusatzstoffe

Weitere Informationen zur Curly Girl Methode und meine persönlichen Produkthighlights erfährst du hier.

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